Zunahme der Drogentoten ist erschreckend

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Drogenbeauftragter der Landesregierung will Hilfsangebote ausbauen und stärker vernetzen!


Der Drogenbeauftragte der saarländischen Landesregierung, Staatssekretär Stephan Kolling, bezeichnete die Zunahme der Drogentoten im Saarland im Jahr 2017 auf 29 als erschreckend. Im Saarland sei jedoch die Steigerung im Vergleich zum Vorjahr niedriger ausgefallen, als in den meisten der anderen Bundesländer.



Bundesweit ist die Zahl der Drogentoten in den letzten 5 Jahren angestiegen. Allein im vergangenen Jahr gab es bundesweit einen Anstieg um 9 Prozent. 1333 starben bundesweit infolge des Drogenkonsums.
Ursächlich für die meisten Todesfälle ist nach wie vor eine Überdosierung, auch in Kombination mit anderen Rauschgiften. Häufig handelt es sich um Heroin, aber auch der Konsum psychoaktiver Substanzen nehme zu. Bei den Drogentoten im Saarland handelte es sich um Nutzer harter Drogen wie Opiode und Opiate, die derzeit auf dem Markt einfach zu beschaffen seien, so Kolling. Schuld sei neben der Verfügbarkeit auch der niedrige Preis für illegale Drogen.
Die Entwicklung und die einzelnen Fälle werden sorgfältig analysiert. Gemeinsam mit allen Akteuren in der Suchthilfe werde man noch im ersten Quartal ein großes sogenanntes Werkstattgespräch organisieren und gemeinsam neue Handlungsansätze in der Suchthilfe und Prävention entwickeln. Neben einer besseren Vernetzung müsse man auch in Zukunft prüfen, wie die Angebote der Hilfe weiterentwickelt werden können. Ergänzend wird es ein wissenschaftliches Gutachten geben, das sich mit der Situation der Konsumenten in der Saarbrücker Johannisstraße und im Drogenhilfezentrum befassen wird. Diese Erkenntnisse sollen in die Handlungsempfehlungen einfließen, so Kolling.
 
 

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